Meine Roadtrip Campingausrüstung

Tisch, Stühle, Zelt, Lampen... fürs Camping auf dem Roadtrip kommt einiges zusammen. Inspirationen für eine stilsichere Ausrüstung findest du hier!

Der nächste Trip steht an, gedanklich sind schon alle Sachen parat und in der Fantasie passen all diese Dinge hervorragend in den Kofferraum. Ach was sag ich, da ist sogar noch Luft im Vergleich zum letzten Mal!

So oder so ähnlich stellt es sich bei mir immer wieder heraus. Aber mit jedem Mal wird man ja auch ein bisschen schlauer, weiß was man wirklich benötigt und worauf man eher verzichten kann.
Bei mir kam über die Jahre noch ein anderer Faktor hinzu: Ich wollte nicht mehr so viele billige Dinge aus Kunststoff mitnehmen, sondern mehr in die Wertigkeit der Ausrüstung investieren. Mehr Glas, mehr Metall, weniger Müll und Wegwerf-Produkte. Und da ich vorwiegend mit dem Auto reise spielt auch der Faktor Gewicht eine eher untergeordnete Rolle.
 

Verzeichnis

Lampen, Leuchten, Taschenlampen

Es ist Sommer, spät Abends, die Sonne geht langsam unter während die Grillen noch zirpen und du deinen Wein trinkst. Jetzt ein bisschen Licht... aber bitte nicht den LED Scheinwerfer!

Öllampe
Ich habe für meine Ausrüstung mittlerweile einen guten Kompromiss gefunden: Für die gemütlichen Momente Abends am Campingtisch oder im schummerigen Licht inmitten der Natur soll es eine sichere Öllampe sein, die mit Lampenöl betrieben wird. Als "Hosentaschen-Lösung" habe ich die Luzie Öllampe (Partnerlink) für mich entdeckt. Klein, stilsicher und handlich (hier zum Beitrag: Feuer und Flamme für die Luzie Öllampe).

Sturmlampe mit Öl
Für etwas mehr Licht und vor allem für die Momente wenn es etwas windiger ist, verrichtet die Dietz Sturmlampe in altdeutscher Kupferlackierung (Partnerlink)  bei uns einen hervorragenden Dienst. Die Flamme ist regelbar und durch Glas von äusseren Einwirkungen geschützt. Zu beachten ist jedoch ihre Höhe von ca. 30cm.


LED Taschenlampe
Für "mal eben nachschauen" mitten in der Nacht oder um den Weg zu finden und nicht für ein Nachtgespenst mit Sturmlampe gehalten zu werden, habe ich noch zwei kleine Anker LED Taschenlampen (Partnerlink) gekauft. Einer der Gründe war jedoch auch, mit immerhin 400 Lumen in Notsituationen Mensch oder Tier blenden zu können. Ich hoffe zwar nicht, dass es darauf mal ankommen wird, aber etwas Vorsicht walten zu lassen ist manchmal nicht verkehrt.

Technik, Gadgets und Elektronik

So ganz ohne elektronische Vebraucher geht es ja dann oftmals doch nicht. Egal ob Smartphone, Kamera oder Laptop...

Powerbank
Vor einiger Zeit habe ich mir für Festivals eine Powerbank zugelegt. Wichtig war mir dabei, dass die Ladung für mehrere Tage/Zyklen ausreicht. Schließlich ist man ja nicht nur 1 oder 2 sondern eher 3 oder 4 Tage auf einem Festival und das Smartphone in solchen Situationen immer wieder an die Autobatterie hängen macht wahrscheinlich jeder nur einmal im Leben :-)
Die Aukey Powerbank (Partnerlink) mit zwei Quick-Charger Anschlüssen hat sich bei mir in Kombination mit dem iPhone definitiv bewährt über die letzten Jahre. 3 Ladungen sind mindestens drin, wenn nicht sogar 4,5. So ganz handlich für die Hosentasche ist sie leider nicht, aber ich schmeisse sie meist einfach in den Seesack oder Handschuhfach und habe sie damit immer in Reichweite.


10m Wasserdichtes Stromkabel
Kann man immer gut gebrauchen auf Zeltplätzen. Ich bin nie ein Freund davon gewesen Kabeltrommeln mitzuschleppen, da sie recht sperrig sind und und man für seltenen Fälle immer viel Kabel dabei hat. Das lohnt sich in meinen Augen nicht so sehr, vor allem nicht, wenn die Anzahl an Verbrauchern dazu noch gering ist.
Daher hab ich mir ein wertiges 10m langes Kabel von as-Schwabe (Partnerlink) für den Aussenbereich gekauft. Damit lässt sich abends mal eben der Kamerakku laden oder auch mal die Autobatterie über ein Ladegerät, falls es hart auf hart kommt.


Kamera Fujifilm X-T10
Ich mache gerne Fotos mit meinem iPhone. Ich mache auch gerne mal Fotos mit meiner Canon EOS 450D. Aber mir fehlte lange Zeit die passende Brücke zwischen diesen beiden Punkten. Eine Kamera, die sehr gute Fotos (aus Sicht eines Nicht-Fotografen) macht aber handlicher ist als eine große Spiegelreflex-Kamera. Und trotzdem möchte ich auch nicht auf Wechsel-Objektive verzichten. Und stylish muss sie natürlich auch sein!
Der Retro-Trend bei den Systemkameras in den letzten Jahren kam mir da sehr gelegen und mit der Fujifilm X-T10 fand ich genau das was ich suchte: Eine handliche, überzeugende Kamera für das Budget eines Menschen, der sehr gerne Fotos macht, sie immer mitnehmen möchte, aber nicht gleich in die Profi-Ausrüstung investieren will.

Teller, Koch-Geschirr und Campingkocher

Campingkocher
Vor ein paar Jahren hatte ich noch einen einfachen Campingkocher mit kleiner Gaskartusche immer fest im Equipment dabei. Aber die Anfälligkeit für Wind und das olle Gewackel von Töpfen und Pfannen auf dem kleinen Kocher verdarb mir so manchmal die Laune beim Kaffeekochen in der Natur (oder abends beim Kochen). Nachdem ich dann mal beim Zelten den Tischkocher eines Freundes sah (stabil und dazu windgeschützt durch einen Transportkoffer), konnte ich mich dann selber überzeugen. Der Campingaz Camp Bistro XL (Partnerlink) sollte es werden mit einzelnen Gaskartuschen. Ein Überhitzungsschutz und eine Kartuschensicherung machten die Sache rund: Nie wieder wackelnde Töpfe mit kochendem Wasser. Yeah!


Koch-Geschirr
Ganz ehrlich: Kochtöpfe, Pfannen und eine Kanne habe ich immer praktischerweise aus dem Campingbestand meiner Eltern mitgenommen. Ein Alu-Set mit allem was man so benötigt. Schön leicht und platzsparend. Aus den 70ern... oder 80ern.
Und trotzdem habe ich mich noch mal umgeschaut. Der Grund? Es waren zu viele Teile... und es gehört mir nicht direkt. Zwar alles schön kompakt aber zwei Töpfe, Pfanne und eine große Kanne waren doch etwas zu viel. Mittlerweile nutze ich ein kleineres Set bestehend aus einem Topf, einer kleinen Pfanne und einer Kanne. Kompakt ineinander gestapelt nimmt dieses Set noch mal weniger Platz ein und reicht locker für zwei Personen (sofern man denn nicht mehrere Töpfe oder Pfannen gleichzeitig benötigt). Hier zum Terra Hiker Camping Kochgeschirr (Partnerlink).


Emaille Geschirr
Ich wollte Emaille-Teller. Keine quietschbunten Kunststoffteller oder die Teller von zuhause. Es mussten Emaille-Teller sein, wie damals, in der Küche meiner Oma. Weiß mit blauem Rand. Robust, leicht und zuverlässig.
Mittlerweile sind es zwei flache sowie zwei tiefe Teller geworden und dazu noch eine Schüssel. Das reicht als kleines Set. Wer mag, kann auch noch die passenden Tassen dazu kaufen und das Set komplett machen. Ich halte es bei Tassen aber gerne etwas individueller. Der erste Kaffee aus der Lieblingstasse schmeckt ja meistens am besten.


Stempelpresse / French Press
Never change a running system. Das trifft auf kaum etwas besser zu als die Stempelpresse die mich seit gut 8 Jahren begleitet und im Alltag sowie auf Reisen hervorragenden Kaffee zubereitet. Die Bodum Chambord (Partnerlink) mit 1 Liter Fassungsvermögen begleitet mich mittlerweile durch WGs, Städte und Länder Europas. Das mag aufgrund des Glases der French Press vielleicht etwas verwundern und ich muss zugeben, dass das Glas auch das Einzige ist, was in der ganzen Zeit zu Bruch ging. Aber das natürlich nicht im Kofferraum oder im Rucksack, nein, Zuhause beim spülen. Also eine ganz klare Empfehlung an dieser Stelle. Die Menge von 1 Liter reicht perfekt für den Start zweier Personen in den neuen Tag. Unterwegs schnapp ich mir dann im lokalen Supermarkt meist einen regionalen Kaffee und so fühlt es sich auch Zuhause manchmal nach Urlaub an, wenn noch ein bisschen Kaffeepulver übrig ist.

Isomatte, Schlafsack und Kissen


Isomatte
Ich habe ja ehrlich gesagt nie so viel von selbstaufblasenden Isomatten gehalten. In meinen Augen musste der Schlafkomfort darauf enorm einbüßen, vor allem, wenn man so wie ich viel auf der Seite liegt... man wacht ständig auf, die Seite tut weh, man dreht sich um, schläft wieder ein, wird wieder wach und so weiter... und ein beschissener Schlaf sorgt morgens dann erst recht für schlechte Laune.
Na trotzdem. Die Zeiten ändern sich und so wollte ich es doch mal ausprobieren und habe vor 3 Jahren mal rein aus Neugier mit dieser selbstaufblasenden Isomatte in 200 x 66 x 6,0 cm (Partnerlink) angefangen, die sich auf 6cm Dicke aufbläst (sofern man noch ein bisschen nachhilft). Und seitdem nutze ich quasi nichts anderes mehr.
Bei manchen Zelten sollte man jedoch die Maße der Isomatte vorm Kauf berücksichtigen. Mit meinen 1,87m habe ich mich für eine 2m lange Isomatte entschieden, die in den meisten Zelten schon dafür sorgt, dass alles rundherum etwas auf Spannung ist.

Wer übrigens seine Nächte lieber zu zweit verbringt, sollte sich mal diese selbstaufblasende Isomatte für zwei Personen (Partnerlink) mit isolierendem Schaumstoff Kern anschauen. Noch dicker, noch komfortabler. Ich besitze mittlerweile beide Varianten... man weiß ja nie ;-)


Kissen
Was vergesse ich definitiv immer wenn ich zelten gehe? Richtig: Ein ordentliches Kissen. Wie oft hab ich schon auf einem zusammengeknüddelten Pullover gelegen... wach gelegen. Oder bin zerknautscht am nächsten Tag aufgewacht. Und dann natürlich wieder: Laune im Arsch.
Also auch hier wieder die Aufgabe: Einmal Geld investieren und was ordentliches kaufen. Etwas das man gerne benutzt und Qualität besitzt.
Nach etwas Recherche bin ich auf das sofi Reisekissen (Partnerlink) aufmerksam geworden. Ein orthopädisches & ergonomisches Kissen mit Visco Gel-Schaum, Memory-Funktion und Thermo-Bezug zum reinigen.
28 Euro sind aus meiner Sicht schon eine Ansage für ein Kissen aber ich hatte auch ehrlich gesagt keine Lust mehr Kompromisse einzugehen. Das kleine gerollte Packmaß und der Wohlfühlfaktor haben mich dann nach der ersten Nacht komplett überzeugt. Bleibt und wird nicht zurückgeschickt :-)


Schlafsack
Noch so eine Sache nach der ich sehr lange gesucht habe und sie nicht mehr missen möchte. Mein Bundeswehr-Schlafsack. Selbst bei Umzügen, wenn etwas Chaos herrschte, habe ich den Mumien-Schlafsack der Bundeswehr immer einer normalen Decke vorgezogen.
Die Wertigkeit spürt man schon beim auspacken. Der Bundeswehr-Schlafsack ist etwas schwerer als ein herkömmlicher Schlafsack, ist beim Schlafkomfort dafür allerdings unschlagbar. Er hält bis 5 Grad ordentlich warm und es stimmt ein ganz wichtiges Gefühl: Nach einer langen Etappe am Tag abends nach ein paar Bier oder Wein ist es tatsächlich so gemütlich wie im Bett Zuhause.

Einen wichtigen Tipp muss ich an dieser Stelle aber geben: Überlegt euch zwei mal so einen Schlafsack selber per Hand zu waschen. Die Waschmaschine ist hierfür keine Option sondern handarbeit muss es sein. Und wenn er sich erstmal in der Badewanne mit Wasser vollgesogen hat, wird das Teil unglaublich schwer. Entsprechend schwierig zu trocknen ist er dann auch. Bei mir hat es beim ersten Mal nicht so recht geklappt und auch beim zweiten Mal funktionierte es nur dank der bratenden Sommersonne.
In Zukunft suche ich jedoch eher einen Dienstleister, der die Reinigung vom Schlafsäcken anbietet. So oft kommt es ja nicht vor und das Geld ist sicherlich gut investiert.

Zelt, Tisch und Stühle

Zelt
Oh man, was haben die Zelte schon alles mitmachen müssen bei mir! So viele waren es gar nicht, aber die wenigen wurden nicht geschohnt... Ob Festivals, Urlaube, im Garten...
Die letzten zwei Jahre war ich mit einem ganz billigen No-Name-Mini-Zelt für zwei Personen unterwegs. "Undicht? Scheiss egal, morgen wird das Wetter wieder besser!" dachte ich mir schon in so vielen Urlauben. Und wessen Schlafsack mal einmal richtig nass geworden ist der weiß, wie ätzend so ein undichtes Zelt wirklich ist.
Daher war ein neues Zelt mal eine wirklich sinnvolle Investition. Und nach den ersten Kurztrips (Schweiz und Holland) kann ich sagen, dass sich der Kauf des Coleman Zelt Darwin 3x (Partnerlink) Zelts gelohnt hat. Ein 3-Personen-Zelt, super geeignet für zwei Personen, mit Vorzelt und sehr kleinem Packmaß. Den regenreichen ersten Nächten hat es perfekt stand gehalten und auch die Innenbelüftung ist topp. Ein wichtiger Punkt, wenn draußen eine hohe Luftfeuchtigkeit und schwüles Wetter herrscht.

Tisch
Keine Ahnung ob sich andere Leute auch so viele Gedanken um einen ordentlichen Tisch machen? Ich jedenfalls habe viele Jahre einen einfachen Tapeziertisch mitgenommen. Im Oldtimer passte dieser hervorragend ganz unten in den Kofferraum und nahm dabei sehr wenig Platz weg.
Das Problem: Ich wollte Holz. Und ich wollte einen Tisch, der nicht so hoch wie auf Stelzen steht. Viele Campingstühle bzw. Tische sind von ihrer Sitzhöhe nicht aufeinander abgestimmt und das ist nicht gerade komfortabel oder gemütlich. Daher kann ich vor einem Neukauf nur jedem empfehlen mal beide Höhen im Laden oder Zuhause zu testen. Es mag sich banal anhören, aber so eine Kleinigkeit macht beim gemeinsamen Zusammensitzen oder schnibbeln am Tisch viel aus.
Ich habe mich letztendlch für einen klappbaren und höhenverstellbaren Bambustisch vom Obelink entschieden.

Stühle
Stühle... die Stühle, ey! Eine ewige Suche... ich bin ja überhaupt kein Fan von den billigen Festival-Falt-Camping-Stühlen. Das schon mal vorab. Ich habe genügend Festivals auf diesen Dinger verbracht um zu wissen: Für 'n Urlaub darf, nein muss, es was besseres sein mit Stil und Sitzkomfort. Die schönsten Stunden in der Natur am Abend bringen einem nämlich gar nichts, wenn man sich auf einem unbequemen Gestell hin und her schiebt.
Eine ganze Zeit lang habe ich Klappstühle mit auf Reisen genommen. Diese waren zwar vom Komfort bequemer, allerdings auch etwas sperriger im Kofferraum.
Vor einigen Monaten bin ich dann auf die Camden Klappsessel von Bo-Camp gestoßen. Diese gibt es als kleine, loungeartige Variante und in Ausführung mit normaler Sitzhöhe und längerer Rückenlehne. Um diesmal keine Experimente einzugehen, habe ich gleich beide Varianten bestellt... was sich definitiv gelohnt hat. Denn die kleine loungeartige Variante des Stuhls ähnelte von der Optik in Wirklichkeit eher einem Kinderstuhl. Gerade wenn man über 1,80m groß ist wirkt und fühlt sich da nicht stimmig an. Also habe ich mich schnell vom "bodennahen" Sitzen verabschiedet und seitdem ist die "große" Variante mein Favorit. Ein schickes Design in schlichtem Grau mit einer Bordüre im oberen Teil der Rückenlehne machen den Stuhl zu einem echten Hingucker. Und bequem ist er ebenfalls ;-)

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